Gesamtkunstwerk aus Musik, Bildkunst und Literatur in der Münsterfeldhalle
Oktober 4, 2009
Eine kulturelle Veranstaltung ganz besonderer Art fand am Samstag, den 3. Oktober 2009, in der Münsterfeldhalle statt: ein unterhaltsames deutsch-französisches Programm mit musikalischen Szenen von Satie, Rilke und Debussy, dargeboten von der Pianistin Hildegard Enders am Klavier und der Schauspielerin und Sängerin Charlotte Freund. Beide machten auf sehr eindrucksvolle Weise die Atmosphäre im Paris des frühen 20. Jahrhunderts mit Gnosiennes und Poémes d ámour erlebbar.
Eric Satie war Musiker, Poet und Zeichner. Im Mittelpunkt der Aufführung stand sein Gesamtkunstwerk „ Sports et Divertissement – Sport und Unterhaltung“. Knapp, prägnant und mit Jazzklängen angereichert ist die Musik dieser Komposition, die – wie für Satie typisch – von ihm mit witzigen, surrealen und zeitkritischen Geschichten ergänzt wird.
Künstlerisch umrahmt wurden die musikalischen Darbietungen durch eine umfangreiche, illustrierende Ausstellung von Zeichnungen und Skulpturen der Oppenheimer Künstlerin Carmen Stahlschmidt.
Für die einwandfreie Licht- und Tontechnik während der Aufführung war Michael Bayer verantwortlich.
Initiiert wurde die Veranstaltung von Ursula Feling-Al-Hami, die die Aufführung (ihrer Studienfreundinnen) vor wenigen Monaten im Maison de France in Mainz erlebt hatte und so begeistert war, dass sie spontan zusammen mit den drei Künstlerinnen und Michael Bayer entschied, diese Aufführung sobald wie möglich in Fulda stattfinden zu lassen.
Der Funke der Begeisterung sprang am Samstagabend auf das gesamte Publikum über, so dass man sich einig war: dies sollte nicht die letzte Aufführung dieser Art in Fulda gewesen sein!

